Freitag, 18. März 2011

Frühjahrsputz

Das Regenwetter hat sich leider festgesetzt. Der Vorteil ist, meine dreckigen Fenster fallen nicht so auf. In den letzten Wochen, in denen ich bei strahlendem Sonnenschein in der Küche saß. waren meine versauten Fenster ein ständiger Stachel in meinem Gewissen.
Habe ich die vergangenen Tage mit gedankenverlorenen Blicken in der Küche gehockt und nach draußen gesehen, habe ich durch verregnete Fenster geschaut. Nicht dreckig, sondern einfach nur nass. Dicke pralle Tropfen, die sich am Glas festsaugen und sich weigern, herabzufallen.
Fensterputzen ist eine Sisyphusarbeit. Nicht endend wollend. Hat man im Frühjahr alle Fenster geputzt, fängt es ca eine halbe Stunde später an zu regnen. Auch dann, wenn die Wetterprognose anders lautete. Dann kann man von vorn anfangen.
Putzt man im Sommer, dann schei*en einem Ruck-Zuck die Fliegen alles voll und man muss nachwienern. Putzt man im Herbst - siehe Frühling. Im Winter putzt man nicht. Da müsste man nach den ersten feuchten Wischkontakten mit dem Eiskratzer ran. Mehr als zweimal im Jahr sollte man sowieso nicht die Fenster putzen, das Glas nutzt sich nur ab...

Im Radio wird derzeit ein Frühjahrsputz verschenkt. Vielleicht sollte ich mal anrufen. Ich sitze mit Wärmflasche und eingehüllt mit meiner Schmusejacke am Tisch, vor mir blubbert der heiße Tee auf dem Stövchen und langsam wird mir warm. Wenn ich dann die Augen schließe und mir vorstelle, ich gewinne den Frühjahrsputz, dann erscheint ein Bild wie aus der TV-Werbung vor mir:
Bei früh-sommerlich warmen Temperaturen erscheinen gut proportionierte halbnackte Männer in Jeans, die mit ihren Fensterledern am Gürtel und dem Abstreifer in der Hand ( ooops - bei dieser Wortwahl erscheinen plötzlich noch ganz andere Assoziationen...) freundlich flirtend meine Fenster putzen.

Ach Frühling. Komm doch endlich!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

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