Donnerstag, 31. März 2011

Rechtschreibung

Ich beschäftige mich nicht erst seit kurzem mit Rechtschreibung und manchmal denke ich darüber nach, wieso sich mir manche Regeln nicht erschließen.

Gut, das und dass - dunkel erinnere ich mich immer an "kann man es durch dieses, jenes oder welches ersetzen, dann"  ---- ja was dann? Dann schreibt man es entweder mit einem oder mit zwei "s".  ;-)
(Ja, ich weiß es. Kann man es ersetzen, dann schreibt es sich mit einfachem "s")


Rechtschreibung ist wichtig. Ich kann mir aber nicht alle Regeln merken. Manchmal möchte ich es auch nicht. Schließlich gibt es dazu Hilfen im Internet in Hülle und Fülle.
Gestern bin ich zufällig auf eine Seite geraten, auf der ich einen Rechtschreibetest gemacht habe und kläglich gescheitert bin.

Mag sein, manche Fehler waren bestimmt Flüchtigkeitsfehler - ich neige dazu, bei solchen Tests immer sehr schnell auf "weiter" zu klicken.
Aber viele Fehler, die ich gemacht habe, sind auf eine tief gehende Irritierung zurückzuführen, die ich seit der Rechtschreibreform verspüre.
Ich weiß es oft schlichtweg nicht, ob ich es nun richtig oder falsch geschrieben habe.
Ob es nach der alten Schreibweise richtig oder ob es nach der Neuen richtig wäre. Oder ob es alt wie neu gleichermaßen richtig oder falsch wäre.

Dazu kommt, das selbst die Rechtschreibprüfung verschiedener Schreibprogramme, die ich nutze, jeweils andere Dinge monieren und man sich dann entscheiden muss - welchem Schreibprogramm glaube ich denn nun?

Man könnte sagen, Rechtschreibung ist für mich nach der Reform eine einzige undefinierbare Pampe geworden, in der ich (bei schwierigen Worten) nur noch zufällig die richtige Schreibweise herausfische.

Gestern also, auf der Suche nach einer Rechtschreibhilfe für ein schwieriges Wort, habe ich diesen Test gefunden und guten Mutes habe ich mich darauf eingelassen.

Wenn man sich jeden Tag mit geschriebener Sprache befasst, sich selbst als eine Vielleserin betrachtet und sich in der Welt der Schrift im Normalfall ganz gut zurechtfindet, dann kann ja nicht soviel schief gehen.

Habe ich gedacht - aber:  weit gefehlt!

Meine Leistungen waren nicht nur unterdurchschnittlich, sondern wahrscheinlich auch geprägt davon, dass ich mich der jeweiligen Sprache, in der ich mich befinde, verpflichtet fühle. Majonäse bleibt für mich Mayonaise (böse grummel - während ich hier schreibe, fallen zwei Dinge unangenehm auf: meine automatische Rechtschreibeprüfung hat soeben aus Mayonaise - die abartige "ä" - Version gemacht, dafür aber meine absolut deutsche "grummel-Variante in  "grummle" geändert - da kann man doch als Schnellschreiberin verzweifeln!).

In dem Zusammenhang hat mich folgende Frage völlig umgehauen.:



Bisher dachte ich immer, wenn man eine Datei runterlädt (ja, man kann es auch einfach auf deutsch sagen!), dann hat man einen "download" gemacht

Aber ich habe auf dieser Internetseite gelernt, man sagt tatsächlich "downgeloadet" und es ist zumindest schriftsprachlich korrekte deutsche Rechtschreibung.
Da wundert mich meine Fehlerquote nun gar nicht mehr. 

Ganz ehrlich?  Ich werde dieses Wort nicht verwenden. Es hört sich schlimm an, spricht sich unbequem und sieht geschrieben völlig bescheuert aus.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia




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