Mittwoch, 13. April 2011

Tornado

Unser Wohnzimmer sieht aus, als hätte der Blitz eingeschlagen und danach ein Tornado alle nicht fest verankerten Bestandteile im gesamten Raum verteilt.
Hm.
Es gab die letzten Tage kein Gewitter. Sturm ja, aber der wehte vor allem außerhalb unseres Wohnbereiches.
Verwunderlich ist, dass es eine lokal begrenzte Windhose gewesen sein muss. Allerdings eine, die sich jeweils in einem Zimmer pro Stockwerk getummelt hat. Genauer gesagt, betraf es alle Räume, in denen sich ein Hausbewohner mehrfach aufgehalten hat.
Es muss unser Kind gewesen sein. Ich hatte einen ruhigen Nachmittag gestern, Sohnemann hat gespielt. Schön ruhig gespielt und ich konnte etwas arbeiten.

Das ist das eigentlich Traurige: wenn die Kinder ganz still sind und sich ausdauernd mit etwas beschäftigen, dann dürfen sich Eltern nur ganz vorsichtig freuen.
Meistens kommt das dicke Ende, wenn man begriffen hat, dass Stille und anwesendes Kind eigentlich nicht zusammenpassen. Geht man dann nachschauen, stellt man in der Regel fest, das einen die dunkle Ahnung nicht getäuscht hat....

.... und es fallen einem die eigenen Eltern ein, die noch Jahre später mit einem breiten Grinsen auf den Lippen von den unduchenen Pänts (Westerwälder Ausdruck für sehr freche Kinder) erzählen, die Tapeten angemalt, Flokatis mit Tinte verfärbt oder gute Kleider in den Ofen geschmissen haben.

Da ist so ein kleiner selbtgemachter Tornado nichts dagegen.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

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