Freitag, 19. August 2011

Weihnachten

kommt in großen Schritten näher.

Seit gestern habe ich die ersten Termine für die Weihnachtszeit. 
Und wenn ich abends auf der Terrasse die letzten sonnigen Reste des Tages genieße, dann spüre ich schon deutlich den Duft des Herbstes.
Es würde mir leichter fallen, wenn wir einen richtigen Sommer gehabt hätten. So einen langen Sommer, der mit zarter Wärme im Juni beginnt und sich bis August langsam und stetig aufheizt. 
Dieses Jahr war alles anders. Unruhige Wochen, zwei Tage kalt und Regen, dann plötzlich heiß. Und einen Tag später wieder kalt. Ein kapriziöser Sommer.

Diese unruhige Phase des Wetters ist wie ein Spiegel des Familienlebens, wenn ein Kind die Kita verlässt und in die Schule kommt. 
Unruhige Wochen, Aufbruch, Umbruch - alles ist anders, weil wieder ein neuer Lebensabschnitt beginnt.
Und jetzt, wo sich die Wogen glätten und die Schulkarriere der Kinder ihren individuellen Weg nehmen wird, jetzt ist es warm - schon eine ganze Woche. Und man könnte meinen, das Wetter begleitet einen synchron zu diesem Lebens-Fahrwasser, dass allmählich ruhiger wird und sich wieder dem neuen Rhythmus anpasst. Ein Rhythmus, der sich verlässlich durch die Woche zieht, klare Strukturen bietet und sich als berechenbar erweist.

Es ist das launenhafte an diesem Sommer, der die Menschen mit der Witterung in diesem Jahr so unzufrieden macht. Unzuverlässig, unberechenbar und wankelmütig. Und was hätte man sich nicht auf einen schönen warmen Sommer nach diesem langen, kalten und unwirtlichen Winter gefreut? Mir graut es, wenn ich an das Ende des Jahres denke. Und jetzt bin ich terminlich schon wieder in dieser unwirtlichen Jahreszeit gelandet.

Gehört wohl auch zu den Grenzen, die man akzeptieren muss: wir können weder die Jahreszeiten, noch das Wetter ändern.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

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