Montag, 7. November 2011

Eigentlich

wollte ich etwas über "Schlagzeilen des Tages" erzählen. Die, die in meiner Tageszeitung heute die dicke Überschrift ist, und meine persönliche, die mal wieder eine überraschende Trennung eines Paares beinhaltet.

Aber es gelingt mir nicht wirklich, da einen sinnvollen Text zu entwickeln. Es liegt möglicherweise daran, dass mir eine Situation von Samstag nicht aus dem Kopf geht.
Eine Bekannte hat mir von einem Fest-Besuch erzählt, und wie der Markt der Eitelkeiten dort aussah. Sie hatte sich auch entsprechend zurechtgemacht und eine besondere Frisur getragen, nämlich Zöpfe. Nun trägt sie normalerweise einen kinnlangen Bob, da ist nicht viel Material zum Zopf binden vorhanden. Also war sie beim Friseur und hat sich die Zöpfe anflechten lassen.
So weit, so gut. Auf dem Fest ging es ums taxieren und taxiert werden - wenn wir ehrlich sind, ist das auf den meisten Festen so.
Sie wurde angegraben. Und hatte irgendwann die Nase voll und wollte Klarheit schaffen bezüglich Schein-und-Sein. Und hat sich die Zöpfe aus den Haaren genestelt, um die Wahrheit zu demonstrieren.

Ich hab gelacht. Einmal, weil ich es so typisch für diese Frau finde. Und weil es mich hinreißt, wenn jemand so knallig ist.
Wieviele Frauen machen das schon? Die hergerichtete hübsche Fassade auf einem Fest als "nur einen Teil der Wahrheit" zu outen?

Wer schonmal Bauch-Beine-Po-Strumpfhosen getragen hat, wer einen Push-up-BH sein eigen nennt, wer Body-Tape zum hochhalten der Brüste benutzt und wer Shapewear unten drunter trägt, um die Pölsterchen wegzuquetschen (zu "modellieren" ;-)), weiß, was ich meine.

Und die Vorstellung, was so manche Schönheit auf Festivitäten wirklich "unten drunter" trägt, ist schon erheiternd. Noch erheiternder ist für mich die Vorstellung, wenn eine solche Dame einen Verehrer erhört und sich beim ausziehen als "so wie gesehen ist es nur ein Teil der Wahrheit" outen muss.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia