Freitag, 23. Dezember 2011

Eichhörnchen

Ich hab sie ja schon einmal erwähnt, meine Eichhörnchen-Mentalität: sammeln, verstecken und zum Zeitpunkt des Gebrauchs nicht wiederfinden ...

Ich weiß, dass ich Kleinigkeiten zum Verschenken gekauft habe. Aber wo habe ich sie bloß versteckt?
Das Einzige, an das ich mich definitiv erinnern kann ist, dass ich sie nicht vergraben habe. Aber sonst? Schall und Rauch.

Jetzt habe ich im Verpackungsrausch der letzten Tage nicht gerade Ordnung auf diversen Tischen und anderen freien Flächen gehabt. Die ganze Wohnung sah aus, wie eine einzige Verpackungsfabrik. Hier eine Schleife, dort ein Anhänger, zwischendrin jede Menge Glitzer auf dem Boden, der von diversen angeglitzertern Engeln abgefallen ist. Neues Weihnachtspapier, altes Papier, halb angefangene Rollen mit Glanzpapier, Troddeln Tinnef und Gedöns.

Ich wundere mich, mit welcher stoischen Gelassenheit mein Mann dieses vorweihnachtliche Verpackungschaos hinnimmt. Oder er kennt die Alternative: er müsste einpacken. Dann lässt er mich in meinem Chaos doch lieber in Ruhe ...

Tja. All diese Betrachtungen helfen mir bei meinem aktuellen Problem nicht weiter. Ich werde meine verschiedenen chaotischen Tische aufräumen müssen. In der Hoffnung, irgendwo zwischen Glitter und Glamour die vermissten Kleinigkeiten zu finden.

Das Szenario erinnert mich an meine Mutter. Sie hatte meiner Schwester und mir (vor sehr langer Zeit) zu Weihnachten Playmobil-Männchen gekauft. Und sie so gut versteckt, dass sie sie nicht wieder gefunden hat. Nie wieder.

Das ist es, dass was mich wirklich umtreibt. Man wird mit jedem Jahr seinen Eltern ähnlicher. Nicht nur optisch ...


Bis dahin, liebe Grüße, Sia