Samstag, 24. Dezember 2011

Ein frohes Fest

wünsche ich Ihnen.


Mein kleiner USB-Tannenbaum glimmert einsam auf meinem Schreibtisch vor sich hin. Niemand widmet ihm heute die Zeit, die ihm gebührt...

Zeit ...

Muße ...

Gemütlichkeit ...

Entspannung ...

Freude ...

Familie (inclusive Familienfrieden!) ...

alles Dinge, die ich Ihnen für die kommenden Tage wünsche - wohlwissend, dass man diese Dinge in den meisten Fällen während dieser Feiertage nicht findet.

Machen Sie aus dem, was Ihnen zur Verfügung steht, das Beste.

Sie sind in der Küche am werkeln? Hadern Sie nicht mit dieser Aufgabe. Genießen Sie es. Und wenn der Gatte reinkommt und meckert, dann flöten Sie ihn an: "Schatz, ich habe gerade deine Eier gekocht. Sie sind fertig!" Und wenn er sie verständnislos ansieht, schieben Sie noch mit einem bezaubernden Lächeln: "sind schon gehäckselt und an den Hund verfüttert!" hinterher.
Bei jeder Zwiebel, die Sie schälen müssen, heulen Sie. Und anschließend zerhacken Sie sie. Sie hat es nicht besser verdient.
Wer da eigentlich gerade bei Ihnen unter dem Messer liegt, ob das ihr Chef ist, die Schwiegermutter oder der schräge Nachbar, überlasse ich Ihrer Phantasie. Und ansonsten legen Sie das Messer weg.

Diese Tage zwischen den Jahren sind nicht dazu gemacht, Dinge zu erreichen, die Sie das ganze Jahr nicht geschafft haben. Und bestimmt eignen sie sich nicht dazu, abzurechnen. Nicht mit der Familie, aber auch nicht mit sich selbst.

Üben Sie sich in Gleichmut, die Dinge (Menschen) so hinzunehmen, wie sie sind.
Wenn alles nicht hilft, dann betrinken Sie sich. Das hilft zwar auch nicht auf Dauer, aber tröstet temporär über das Fest der Liebe hinweg.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia