Mittwoch, 25. Januar 2012

Blinde Zerstörungswut

hatte es vernichtet.

Die Fensterläden waren brutal aus den Halterungen herausgerissen. An den Hauswänden klebten nur noch die jämmerlichen Reste der einstigen bunten Verkleidung und die Schmuckziegel des Daches waren mit einer derartig blindwütigen Gewalt zerstört worden, die nur als sinnloser Psychoterror verstanden werden konnte. Vor dem Haus lagen Unmengen an Unrat: die Schuttreste der Wandverkleidung sammelten sich im Vorgarten. Der ehemals so schöne und stolze Prachtbau war blind und hemmungslos zerstört worden und um so erschütternder war die Erkenntnis über die Täterschaft:
Es waren Kinder.
Eigentlich stammten sie aus gutem Haus. Die Eltern gebildet, beruflich und sozial gut eingebunden, und doch muss man sich fragen, welche Erziehungssünden die Eltern begangen haben mögen. So hatten diese angeblich wohlerzogenen Kinder, die noch nicht strafmündig waren, ohne Rücksicht auf die Besitzerin des Hauses, eine alte Frau, das gesamte Haus demoliert. Bestürzend war dann auch die Erkenntnis, das die Kinder bei ihren Taten Unterstützung von mindestens einem Erwachsenen gehabt haben mussten.
Die Kinderpsychologin Frau Dr. Sorgenfrei äußerte sich zu dem entsetzlichen Gewaltexzess wie folgt:
"Nach außen sehen solche vermeintlich geordneten Familienverhältnisse oft harmonisch aus. Die Familie tut alles, um den Schein zu wahren. Im Hintergrund spielt aber häufig emotionale Vernachlässigung eine große Rolle. Bei diesem konkreten Fall ist besonders bemerkenswert, dass mindestens eine Mutter an der Zerstörung mitgewirkt haben muss. Zu entschuldigen ist das nicht. Nur zu erklären mit einer permanten Zuckerunterversorgung, die die Steuerung der Synapsen im Gehirn fehlerhaft werden lässt und im Ergebnis zu einer zu solchen Handlung führen kann."


Bis dahin, liebe Grüße, Sia