Mittwoch, 18. Januar 2012

Das Dschungelcamp 2012

stößt ab und fasziniert zu gleichen Teilen. Jedenfalls mich.

Gestern Abend, als ich in Gedanken an Ramona Leiß leise vor mich hin würgend in meinem Bett lag, habe ich darüber nachgedacht, was da im Camp in Sachen menschlichem Verhalten passiert. Oder auch nicht passiert. Gleichzeitig ist mir die Schiffskatastrophe von Italien eingefallen, und auch da habe ich über das menschliche Verhalten in Krisensituationen sinniert.

Das Eine ist eine willentlich in Kauf genommene Situation. Im vollen Bewusstsein dessen, was einen erwarten könnte.
Das Andere ist eine Situation, die man als mögliche Gefahr im hintersten Hirnwinkel abgespeichert hat, dieses Wissen aber aus guten Gründen verdrängt, wenn man sich auf ein Schiff begibt.

So.
Zwei sehr unterschiedliche Ausgangssituationen, die aber im Endergebnis das Gleiche hervorbringen: die ungeschminkte Wahrheit über einen selbst und den wahren Charakter, den man in kritischen Situationen nicht mehr verbergen kann. Und sie zeigen das menschliche Verhalten in seinem gesamten Spektrum:
Ob man einem anderen hilft und teilen kann, ob man sich und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt, ob man sich situativ adäquat verhalten kann, ob man zur angemessenen Kommunikation fähig ist ... komisch. Irgendwie wulfft hier was, oder?

Bis dahin, liebe Grüße, Sia