Freitag, 20. Januar 2012

Es ist schon wieder Freitag

und ich muss schon wieder einkaufen. Ich freu mich drauf ... - gibt es eigentlich einen Ironie Smilie? Muss ich mal recherchieren.

Nun gut. Also, ich muss einkaufen. Ich bin ja mittlerweile so weit, dass ich denke, der wahre Krieg der Geschlechter findet beim Einkaufen statt. Letztens habe ich erst wieder beobachten können, wie ein alter Mann (mit Hut!) am Steuer eine stark gehbehinderte Frau auf dem Parkplatz fast umgefahren hätte. Er hat sie nur ganz knapp verfehlt.
Ich stand daneben, hatte das unglückliche Wendemanöver und die Folgen schon erahnt und bin wohlweislich einen Schritt zurückgetreten. Die Frau konnte das nicht. Laut und aufgeregt schimpfend, so auf dem Fußgängerweg, zwischen parkenden Autos und dem Einkaufswagen-Container, stand sie entrüstet da.
Und stieg anschließend bei dem alten Knacker ein. War wohl ihr Mann ...

Ja, so ist das Leben. Je öfter ich bewusst meine Umgebung beobachte und den Wahnwitz wahrnehme, der sich in den einfachsten Lebenssituationen zeigt, je mehr komme ich zu der inneren Überzeugung: kein Film kann die Absurdidität des realen Lebens toppen. Übrigens auch kein Buch.

Also gehe ich dann mal los. Mit Einkaufskörbchen und wachem Blick. Und wenn ich zurückkomme, dann habe ich nicht nur einen vollen Kühlschrank, sondern auch wieder eine neue Szene aus dem realen Leben. Ob ich sie dann im neuen Buch oder im Blog verwurste, kann ich mir aussuchen. Aber verbrauchen werde ich sie. Denn das gehört zu den guten Vorsätzen, die ich mir trotz des guten Vorsatzes, keine Vorsätze für das Jahr 2012 zu haben, vorgenommen habe: Das zu verbrauchen, was da ist. Darüber erzähle ich dann gelegentlich.
Wenn ich keine neue Szene vom einkaufen mitbringen sollte ...

Bis dahin, liebe Grüße, Sia