Dienstag, 10. Januar 2012

Geschenke

sind schön. Meistens jedenfalls.

Ganz besonders schön sind die unerwarteten Geschenke. Heute morgen habe ich eins bekommen: Zeit.

Mein Morgen war mit einer Aufgabe anderweitig verplant und nun hat sich diese Aufgabe erledigt. Meine Anwesenheit ist nicht erforderlich.

Auf den ersten Moment erfolgte Freude. Geschenkte Zeit!
Nicht, dass ich die ursprüngliche Aufgabe als unangenehm empfunden hätte, nein, gewiss nicht. Aber die Tagesplanung stand. Aufgrund von diversen geplanten Aktivitäten in dieser Woche ist Zeit ein wahrer Schatz.

Aber was soll ich sagen? So schön unerwartete Zeit-Geschenke sind, sie sind eben unerwartet.
Das Dumme ist, all die Tätigkeiten, die man unangenehm berührt aus Zeitgründen nach hinten geschoben hat, könnte man jetzt erledigen. Ach je.
Und nun sitze ich hier, an meinem Schreibtisch und überlege.
Sollte ich dieses Geschenk pragmatisch nutzen oder einfach verpulvern?
Ich höre mich seufzen. Auf jeder Etage des Hauses wartet Arbeit auf Erledigung.

Ich könnte mein Steuerformular ausfüllen. Morgen muss es weg.
Oder ich könnte die Wäsche machen. Steht in drei Körben dämlich rum und wartet. Ich könnte auch die noch am Trockner hängende Wäsche abnehmen. Zwei neue Maschinen ansetzen.
Die Küche putzen.
Den Keller aufräumen - ach nein. Das ist ein Monatsprojekt. Mindestens.

Wissen Sie was ich machen werde? Ich werde einen Kaffee trinken, mir Musik anmachen und mich meinen diversen Papier-Verpackungs-Kalender-Bücher-Häufchen widmen, die sich schon wieder klammheimlich um meinen Schreibtisch herum angesiedelt haben. Und wenn das geschafft ist, dann werde ich mir noch einen Kaffee machen und mich dem Steuerformular widmen - obwohl, da werde ich wohl eher einen Schnaps brauchen ...

Bis dahin, liebe Grüße, Sia