Freitag, 3. Februar 2012

Vorsätze

für dieses Jahr habe ich ja wider besseren Wissens tatsächlich.

Einer davon ist das verbrauchen von vorhandenen Dingen. Also alle kleinen und kleinsten Shampooflaschen werden leer gemacht, bevor neue gekauft werden. Ich besitze Tiegel und Töpfchen mit Gesichtscremes. Ich nutze sie nicht. Jedenfalls nicht fürs Gesicht.
Meine Gesichtshaut ist extrem empfindlich und entsprechende Pflegecremes duldet sie nicht. Jedenfalls nicht, ohne entsprechend irritiert darauf zu reagieren. Dumm, dass ich das immer wieder vergesse und meine, die Anzeichen von Hautalterung mit Cremes zu behandeln, wäre eine gute Idee. Aber wegwerfen möchte ich die Dinge auch nicht. Die Anschaffung hat ja Geld gekostet. Also werde ich die teuren Gesichtscremes als Handcreme verwenden. Gleiches gilt für die unzähligen Bodylotions, die ich noch herumstehen habe. Wohlgemerkt, nicht die teuren, parfumorientierten. Nein. Die anderen, die irgendwann aus unerfindlichen Gründen in meinem Einkaufskörbchen gelandet sind. Mein Platz im Bad ist limitiert und die ganzen kleinen und etwas größeren Flaschen nehmen Platz weg, der ihnen nicht zusteht. Also werde ich verbrauchen was da ist, bevor ich neu kaufe. Das ist ein schwerer Vorsatz!

Mindestens genauso schwer, wie das Verbrauchen von Vorräten aus dem Keller. Erstens muss ich mir einen Überblick verschaffen. Das allein ist schon eine Sisyphus-Arbeit. Dann muss ich die Inhalte des Regals bewerten.
Kann man Puddingpulver aus dem Jahr 1999 noch gefahrlos verwenden?

Es ist erstaunlich, was ich in den tiefen dieses Regals so finde. Ich hatte ja schon mal erzählt, dass ich zu bestimmten Zeiten im Leben zu Hamsterkäufen neige. So z.B. vor Weihnachten.
Das ist wahrscheinlich eine Prägung aus der Kindheit. In meinen Kinderjahren machten die Geschäfte am Samstag um spätestens 13.00 Uhr zu. Während der Woche war um 18.00 Uhr Schluss. An Heiligabend und Silvester war mittags schon um 12.00 Uhr zu. Montags gabs keinen Friseur und keinen Bäcker und Mittwochs war der Schlachter nur bis Mittags auf.

Die Angst, in einer großen Familie (insgesamt 9 Personen) über die Feiertage auf wesentliche Dinge auf dem Esstisch verzichten zu müssen, war dann doch irgendwie prägend. Und selbst wenn ich ständig versuche, mir das hamstern abzugewöhnen, muss ich jedes Jahr wieder feststellen: es gelingt mir nur in Maßen.

Na denn. Der Frühjahrsputz beginnt, trotz der bitterkalten Temperaturen. Diesmal im Keller. Wegen der guten Vorsätze ...

Bis dahin, liebe Grüße, Sia