Montag, 21. Mai 2012

Wie war ihr Wochenende?

Meins war sehr durchwachsen.

Zuerst habe ich den Garten aufgehübscht - allerdings muss ich zugeben, dass ich eher im Sinn hatte, der ollen Katze den Aufenthalt bei uns ungemütlich zu machen. Aber es hat wider Erwarten ganz gut getan, da ein wenig rumzurödeln:


Das war der schöne Teil des Wochendes.

Gestern Nachmittag wollte ich einen Salat machen. Das Rezept hatte ich aus dem Internet: Zucchini, süß-sauer.
Ich esse gern Gemüsesalate und das Rezept hörte sich nett an. Gesagt, getan und probiert. Lecker! Ich habe etwa einen Esslöffel probiert. Das Ganze musste noch ziehen. Leider ist mir irgendein Bestandteil des Salates nicht bekommen.
Etwa eine halbe Stunde später lag ich mit einer der übelsten Gallenkoliken, die ich jemals hatte, danieder.  Jemand, der noch nie diese Schmerzen erlebt hat, kann es sicher nicht nachvollziehen. Aber die, die es kennen, wissen wie es mir ging. Einfach nur dreckig! Ich lag auf dem kühlen Boden im Bad vor der Toilette und wollte sterben. Am liebsten sofort. Und wenn ich schon nicht sterben kann, dann möchte ich wenigstens erbrechen.
Leider klappte das auch nicht. Das ist die Höchststrafe. Man möchte brechen, weiß, dass es einem gut täte, wenn dieses fürchterliche Etwas, das sich durch die Innereien quält, rauskäme - und es geht nicht.
Irgendwann bin ich ins Bett gekrochen. Schüttelfrost. Übelkeit. Verzweiflung und Hass.
Mein Mann hat mir die Krankenschwester gemacht: Wärmeflasche und Fencheltee. Draußen war es brüllend heiß und ich brauchte eine Wärmeflasche, völlig abartig...
Mir ging es so schlecht, dass ich über eine operative Gallenblasenentfernung nachdachte. Ich kann Ihnen sagen, wenn ich diesen Gedanken zulasse, dann ist es sehr schlimm gewesen!

Gegen Abend wurde es besser. Seit heute Morgen kann ich Galle sagen ohne zu wimmern. Und die nächsten Tage bin ich mal wieder ganz lieb zu ihr. Viel
Fencheltee, wenig Fett und ganz viel Liebe! (Obwohl es dieses Mistbiest nicht verdient hat!)

Bis dahin, liebe Grüße, Sia