Montag, 13. August 2012

Langeweile

Die sportlichen Highlights dieses Jahr waren ja bisher enorm - langweilig.
Gut, Fußball muss ich da mal rausnehmen, das war die eine oder andere Partie tatsächlich spannend.
Aber meinen Liebling, die Tour de France, aber auch Olympia fand ich unspektakulär. Unspannend. Langweilig. Nichts, was mich wirklich intensivst vor der Glotze hätte festhalten können.

L a n g e w e i l e

Seufz. Was waren das für Zeiten, als sich der gedopte Jan Ulrich mit dem nicht minder gedopten Lance Armstrong in den Bergen die Duelle geliefert hat. Ich habe wie festgenagelt vor dem Fernseher geklebt, wenn ich Zeit hatte. Völlig fasziniert von der Kraft, der Ausdauer und den taktischen Fähigkeiten, mit denen man diese Art Radrennen bestreiten muss, wenn man erfolgreich sein will.
Gut, ich  kenne keinen, der nicht sicher geglaubt hat, dass Lance "etwas" genommen hat. Warum das jahrelang verschwiegen werden konnte - tja.
Im Grunde weiß man es: die Sportfunktionäre sind korrupt. Egal aus welchem Land sie kommen, egal in welcher Funktion sie letztlich tätig sind. Sobald man Geld verdienen kann, werden alle hehren Gedanken zum Sport und dem integrativen Gedanken der Völkerverständigung über dieses Medium zu Schall und Rauch.

Wer welche Spiele wann austragen darf, im Fernsehen oder anderen Medien übertragen darf und wie man sich als Sportler äußern darf - es ist ein ödes Geschäft, dass nur noch vom schnöden Mammon regiert wird.

Ich gebe einigen der aktuell gefeierten Gold-Athleten noch ein bis zwei Jahre, bis sie des Dopings überführt werden und die Medaille aberkannt bekommen. Die Athleten, die jetzt den undankbaren vierten Rang erreicht haben, werden hochgestuft.
Sie haben nichts davon. Kein Jubel, kein Podest und eigentlich nimmt ihre Leistung immer noch niemand zur Kenntnis.

Und in vier Jahren das Gleiche wieder. Ne. Ich habe keine Lust auf Olympia. Schon gar nicht im eigenen Land.
Dann hoffe ich eher auf eine spannendere Tour de France im nächsten Jahr. Und darauf, dass wieder die öffentlichen rechtlichen Sender eine Übertragung des Spektakels erwägen. Was ich dieses Jahr an schwachsinnigen Kommentaren der übertragenden Fernsehsender zu hören bekam, war nämlich nur gedopt zu ertragen ...

Bis dahin, liebe Grüße, Sia