Dienstag, 7. August 2012

Wenn ich einen Wunsch frei hätte

dann würde ich mir im Moment eine kleine Auszeit wünschen.
Es gäbe zwei Varianten: Entweder gemeinsam mit meinem Mann, oder ich und eine Handvoll nicht anstrengende Freundinnen, die Spaß am wandern haben. Und dann? Ab in die Berge. Es müssten gar nicht die höchsten sein. Aber es wäre schön, wenn man drei oder vier Tage mit eingeschränkter Zivilisation auskommen könnte. Also eine Hüttentour.
Damit fällt mein Mann aus. Der mag keine Hüttentouren. Ich würde es gern mal ausprobieren, weil ich es mir entspannend vorstelle, nicht neu planen zu müssen, sondern eine definierte Route zu haben, für die man eben mehrere Tage braucht. Ich bin eine "Rundweg-Wanderin", ich gehe ungern den gleichen Weg zurück, und eine Mehr-Tages-Tour kommt diesem Wunsch entgegen.
Wenn ich nach draußen schaue und sich ganz langsam ein herbstliches Gefühl in mir breitmacht, weil die Abende schon früher dunkeln und morgens Nebel in der Luft liegt - dann habe ich eine heftige Sehnsucht nach Bergwanderungen. So wie mein Mann und ich sie früher gemacht haben. Ich erinnere mich an (höchst anstrengende) Touren in den Pyrenäen und auf La Palma. Traumhaft. So etwas wünsche ich mir jetzt.
Das Wetter trocken, nicht zu heiß, den Rucksack gepackt und dann los. Das Allgäu würde mir schon reichen. Tagestouren von 5-8 Stunden. Und zwar ohne Kind. Den eigenen Rhythmus laufen zu können, die Gedanken, die in Fluss kommen und die körperliche Anstrengung, die einem letztlich die Entspannung schenkt, gepaart mit dem Gefühl, etwas sportliches für die Figur getan zu haben- das ist ein gutes Erholungsgefühl. Auch das Fluchen unterwegs über die Anstrengung tut gut ...

Ach, ich träume noch ein bisschen. Bevor ich in den Keller gehe, die Wäsche mache und mich mit SIB II rumschlage...

Bis dahin, liebe Grüße, Sia