Dienstag, 11. September 2012

Die Nähmaschine.

Da steht sie nun auf dem Tisch und wartet auf mich. Die Gute.
Tja. Meine Schnittmusterhefte stapeln sich ebenso wie meine Stoffe in verschiedenen diskreten Kisten und Kästchen. Gestern habe ich mir einen ersten Überblick verschafft.
Ich wollte mal wieder etwas nähen, dass nichts mit Mittelalter zu tun hat. Also eine hundsgemeine Alltags - Klamotte. Momentan liebäugel ich mit einem kurzen Trenchcoat aus einem schönen Wollstoff, der schon seit mehreren Jahren bei mir rumliegt. Aber bevor ich mich daran machen kann, muss ich einen Berg Flickwäsche abarbeiten.
Und da wären wir bei meinem Problem: Motivation. Auf Flicken habe ich nie so richtig Lust!
Vielleicht wäre das anders, wenn ich ein Nähzimmer hätte. Eines, wo die Nähmaschine immer an ihrem Platz stünde, meine Nähutensilien nicht in diversen Werkzeugkästen und anderen Kisten verpackt wäre und ich mich einfach nur hinsetzen müsste um eine geplatzte Naht zu nähen.
So muss ich mir erst ein Plätzchen suchen, den Tisch abräumen und die Maschine aufbauen. Bügelstation ebenso.
Das kostet Überwindung, wenn man weiß, dass man spätestens abends wieder alles abbauen muss. Oder man die Projekte nicht liegen lassen kann, weil eine Horde Kinder das Zimmer stürmt. Oder man einfach im Wohnzimmer kein Stoff/Faden/Nadelchaos haben möchte.
Deshalb lagern meine Flicksachen immer bis zum letzten Moment. Dann wenn der Wäschekorb es nicht mehr fassen kann. Aber dann ist es ein Berg. Und Berge abarbeiten macht keinen Spass. Am wenigsten dann, wenn es ungeliebte Tätigkeiten sind, so wie Flickwerk.

Sehen Sie, ich kann es auch: Jammern auf hohem Niveau!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia