Freitag, 19. Oktober 2012

Arbeiten im Team

Viele Menschen behaupten, arbeiten in einem reinen Frauenteam wäre eine Katastrophe. Zickenkrieg, Hühnerhaufen, Gackeralarm, Stutenbissigkeit, unentwegt Geratsche und Getratsche...
Sobald ein Mann im Team ist, werden die Weiber zahm.

Wie ist es andersrum?
Da redet man von eingeschworener Gemeinschaft, Teamgeist, Kameradschaft, Vertrauen ...
Aaaaber: sobald eine Frau dabei ist, fängt der Konkurrenzkampf an.

Ja, ja. Die Frau in der Arbeitswelt. Immer noch als "Störfaktor" klassifiziert - das merkt man an solchen Sprüchen.
Ich weiß nicht, woher solche Weisheiten kommen. In meiner Lebenswirklichkeit habe ich es so nicht erlebt. Wie ist es wirklich?

Keine Ahnung. Aber ich war mal zwei Jahre allein unter Männern. Hoffentlich bleibt mir eine Wiederholung dieser Konstellation für mein weiteres Berufsleben erspart. Diese Testosteronbomben sind mir nach einem halben Jahr unendlich auf die Eierstöcke gegangen.
Ich habe auch schon in reinen Frauenteams gearbeitet. Ohne Zickenkriege. Das war eher entspannt.

Am entspanntesten aber waren die Zeiten in den "gut" gemischten Arbeitsteams, Männlein und Weiblein, fast paritätisch. Ich denke manchmal sehnsüchtig an eins von drei Lieblinsteams zurück. Viel des täglichen Arbeitsstresses wurde aufgefangen von der freundlichen, kreativen und konstruktiven Stimmung der Kollegenschaft. Der Krankenstand war entsprechend niedrig, dafür war die Qualität der Arbeit hoch.

Tja. So kanns gehen. Vielleicht doch mal ein Anreiz über Quotenregelungen nachzudenken. Frau Schröder?

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

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