Sonntag, 7. Oktober 2012

Der Lanz

kanns.

Also nicht, dass ich gestern Abend die Sendung "Wetten dass" besonders brilliant fand. Das, was ich gesehen habe, hat mich mehrheitlich gelangweilt. Aber das lag nicht allein an Lanz. Nein, ich fand die Gästeauswahl so beliebig.
Herr Lagerfeld, den ich hochneurotisch und total bescheuert finde, war völlig überflüssig. In seinen Kreisen soll er ja für seinen Humor bekannt sein.
Hm.
Muss er wohl unterm Kragen versteckt haben. Der einzige etwas amüsantere Spruch war die des "Ponytails" - aber den hat Lanz (vor Aufregung?) wohl nicht so richtig mitgekriegt - oder aber, er hat sich nicht getraut, in einer Familiensendung eine ebenso anzügliche Replik loszulassen.
Ansonsten war Sylvie da. Diesmal mit Ehemann.
Ich mag sie gern. Ehrlich. Und ich finde, man darf sie nicht ausschließlich auf ihr hübsches Äußeres reduzieren. Aber die letzten Wochen war es mir ein bisschen viel Sylvie. Schön für sie, dass sie wieder in Hamburg ist, ihrer gefühlten Heimat. Aber deshalb muss ich nicht jeden Tag im Fernsehen ihr Gesicht sehen.
Tja und dann,  Frau Kraft - Liebelein. Mit Erkältung sollte man zuhause bleiben. Ganz bestimmt!
Wotan Wilke Möhring (ich will aus ihm immer "Möricke" machen, keine Ahnung, warum) war ganz unterhaltsam. War sonst noch jemand da? Ach ja, der mit den Nasenhaaren.

Alles in allem war "Wetten dass" das, was es vorher auch schon war:
Ein Dinosaurier der familientauglichen Fernsehunterhaltung. Nach und nach habe ich im Verlauf der Sendung immer mehr andere Dinge getan. Spass gemacht hat mir die Lanz-Challenge. Ich mag es, wenn Männer leiden ;-)
Ansonsten habe ich festgestellt: für diese Sorte der Unterhaltung bin ich nicht mehr geschaffen. So richtig fesseln können mich die Wetten nicht.
Mein Sohn hat die Kinderwette gesehen. Ansonsten war für ihn dem ersten Band der Harry Potter Serie nichts gleichwertig Spannendes entgegen zu setzten. Genau.
Und Herr Lanz: das nächste Mal, wenn Sie nicht so aufgeregt sind, dann schaffen Sie es vielleicht auch, ihrer Spontaniätät den größeren Freiraum zu lassen. Ansonsten bleibe ich bei dem, was ich schon von Ihnen kenne - ihrer Talkshow.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia