Montag, 8. Oktober 2012

Oh Nein!

Wie ich heute Morgen meiner Zeitung entnehmen konnte, wird in Kürze das nächste unseelige "Jetzt rede ich-Buch" erscheinen.

Kachelmann!

Endlich waren wir diesen Dampfplauderer los, hat er sich in die Privatheit zurückgezogen, und jetzt das. Ein Buch.

Neeeeeiiiiiin!

Ich mag nicht mehr. Ich will keine Lebensbeichten abgehalfteter Prominenter, verhinderter Politiker oder (unschuldig) verurteilter Ex-Knackis lesen.
Ich will auch nichts mehr darüber lesen!
Wann sehen Verlage endlich davon ab, verbale Schwachheiten von angeheirateten Ex-Schwip-Schwägerinnen, die über die Beziehung eines anderen Z-Promis noch nie (!) gelesene Interna verbreiten, zu veröffentlichen?
Wenn interessiert das Tagebuch eines abgelebten Fußballstars, oder die ganze Wahrheit eines Musikproduzenten, der mit der Haltung "ich f**** nur Frauen über 1,80 m mit einem BMI unter 16 und nicht älter als 20 Jahre" durchs Leben schlurft?
Warum gebt ihr Ex-Praktikantinnen (das nächste Buch aus der Sparte "wie komme/bleibe ich in den Medien" kündigt sich nämlich an!), die sich über abgelebte Affären äußern wollen, eine Plattform?
Und bitte. Bitte, bitte, hört auf damit, zu behaupten, dass die Bücher, die von professionellen Autoren geschrieben wurden, tatsächlich von den diversen Z- Promis geschrieben wurden, die dick und fett als Autoren drauf stehen.

Wann schreibt Schröder ihr Buch?
Titel: Mein erster Tag als Mutter im Amt.
Wie ich als Ministerin auf meinem Schreibtisch die Windeln wechselte, mich dabei mit Frau von der Leyen am Telefon, dass ich zwischen Kinn und Schulter eingequetschte hatte, um das Elterngeld stritt, versehentlich mit der Zunge die Notruftaste drückte und einen SEK-Einsatz auslöste, der als unangemessener Einsatz bewertet wurde und mir in Rechnung gestellt wurde, die ich aber nicht bezahlen konnte, weil die Nannys alle so teuer sind und keine Krippenplätze da sind ... ?!

Ich kann nicht mehr.

Liebe Verlage. Habt Erbarmen!