Donnerstag, 15. November 2012

Liebe LeserInnen,

ich bin etwas mitgenommen. Trotz Kaffee intravenös hängt mir das Glas Champagner (es war tatsächlich nur eins!) von gestern Abend noch in den Knochen, scheint mir. Ich bin insgesamt heute etwas verzögert.

Mögen Sie Champagner? Ich habe festgestellt, ich mag ihn nicht wirklich. Sekt trinke ich lieber. Möglicherweise habe ich noch nie wirklich guten Stoff gehabt, das möchte ich nicht ausschließen. Aber alles was ich an Champagner kenne, schmeckt muffig. Und obwohl ich trockene Weine und trockene Schaumweine/Sekt allen süßen alkoholischen Getränken vorziehe, empfinde ich Schampus oft als rauh und ungeschliffen und vor allem als zu sauer. Nicht als "sehr trocken" im Sinne von "nicht süß", sondern regelrecht sauer.
Als ob man einen schlechten Riesling zu einem schlechten Sekt gemacht hätte. 
Dabei wachsen in der Champagne so leckere Rebsorten: Chardonnay und Pinot Noir. Daraus kann man richtig gute Weine machen, da muss man die schönen Trauben nicht zu schlechtem Champagner verkorksen ... 

Vielleicht versuche ich den Rest der Flasche mit verschiedenen anderen alkoholischen Resten, die noch im Haushalt rumstehen, zu veredeln.

Limes hätte ich noch da. Ooops - da wirds dann aber morgen nichts mit bloggen. Sie erinnern sich? Limes kann fatale Wirkungen entfalten. Den muss man mit Bedacht trinken. Aber wenn ich so nach draußen schaue, dann ist mir momentan eher nach Tee mit einem kräftigen Schuss Strohrum. 

Dann kommt der Schampus eben in den Ausguss. Gestern haben wir schon eine Flasche verkorkten und leicht gekippten Rotwein hineingeschüttet. 
Wahrscheinlich sitzt ab morgen ne Gang von fetten Ratten im Rohr und wartet auf den nächsten alkoholischen Guss. Vorglühen nennt sich das dann, damit nach dem Ortswechsel in die Kneipen-Kanalisation das lange Warten auf die weggekippten Reste aus den Bier- und Weingläser nicht so freudlos ist.

Bei dem Gedanken daran schüttelts mich. Bin ich froh, dass ich keine Ratte bin.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

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