Dienstag, 20. November 2012

Von den Schwierigkeiten ein zweites Buch zu schreiben

und wie andere Neu-Autoren damit (möglicherweise) umgehen.

Ich habe ein Buch geschrieben und sitze an meinem zweiten. Man könnte es als "Fortsetzung" betrachten, muss es aber nicht.
Das zweite Buch birgt einiges an Schwierigkeiten, über die man beim ersten noch nicht so nachdenkt. 
Die ursprüngliche Geschichte hat sich mir förmlich aufgedrängt und ich habe sie aufgeschrieben. Der Plot an sich stand, bevor ich mit dem Ausarbeiten einzelner Szenen begonnen habe. Beim zweiten Buch ist es schwieriger. Zunächst muss der Plot an sich stimmig sein. Welche Personen erleben was, wie und vor allem, wie passt das in den personellen, zeitlichen und räumlichen Kontext, den ich in meinem ersten Buch erschaffen habe?
Neben diesen grundlegenden Dingen, die die Geschichte an sich betreffen, wird im zweiten Buch deutlich, wie gut man seine Charaktere im Griff hat. Sprechen sie tatsächlich eine individuelle Sprache? Sind es tragfähige Charaktere? Glaubhaft? Habe ich sie gut genug ausgearbeitet, um eine weitere Geschichte von ihnen und über sie zu erzählen?
All das sind Fragen, mit denen ich mich während des Schreibens herumschlage. Den Plot habe ich mehrfach geändert. Er gefällt mir an einigen Punkten noch immer nicht, und das hemmt meinen Schreibfluss. Aber ich weiß, diese Auseinandersetzung muss sein, damit ich am Ende das habe, was ich will. Darüber sorge ich mich nicht.
Ich stehe unter Zeitdruck. Aber auch das ist okay. Vielleicht muss es auch so sein, damit ich mich nicht verzettele. Mein Lektorat wartet, und meine Leser natürlich auch. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie oft ich in den letzten Wochen gesagt habe: ich arbeite dran. Aber manches Ding braucht eben auch seine Zeit. Ich möchte es gut machen, daher kann ich nicht schreiben, wenn ich nicht schreiben kann. Mein gesetztes Ziel, die Veröffentlichung vor Weihnachten kann ich möglicherweise nicht halten - obwohl ich mich von dem Termin noch nicht ganz verabschiedet habe. Und so muss ich eben kämpfen, um meine Ziele zu erreichen.
Auf Amazon steht mein Buch natürlich in Konkurrenz zu anderen E-Books. Wenn ich also eine Reihe von Büchern betrachte, die etwa im gleichen Zeitraum wie meins erschienen sind und höchst erfolgreich sind, dann bin ich schon etwas neidisch. Vor allem, wenn ich die Bücher kenne und den Hype, der darum gemacht wird, nur bedingt nachvollziehen kann.
Noch neidischer werde ich, wenn diese Autorinnen bereits das zweite Buch auf den Markt werfen, während ich noch mit den Grundlagen des Plots kämpfe.

Aber wo schnell geschrieben wird, da wird wohl auch mal abgeschrieben. So ist jedenfalls die Rezension eines Lesers zu bewerten: Champagnerküsschen
Nein. So nicht. Da kämpfe ich lieber noch ein bisschen!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

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