Montag, 21. Januar 2013

Alltagsgeschichten

Was ist ihre "Alltagsgeschichte" der vergangenen Wochen?

Ich habe keine. Der Januar ist für mich ähnlich wie der Dezember: Geburtstage ohne Ende, das Äquivalent zu den Feiertagen im Dezember. Also besteht der Januar für mich genauso aus vielen Tagen, die aus der "Normalität" eines Monats ohne Feiertage und Geburtstage herausfallen, wie der Dezember mit seinen ganzen X-Mas Feiern.

Das ist mitunter schwierig, weil ich mich in diesen beiden Monaten immer so "außerhalb" fühle. "Außerhalb" im Sinne von: nicht im Alltagstrott.
Das kann gut sein. Immerhin ist "Trott", das Eingeschliffene. Und das ewig Alltägliche ist mitunter auch negativ zu bewerten. Immer das Gleiche. Wie Langweilig! Keine Veränderung!
Andererseits bedeutet "Trott" auch, dass die Gleichförmigkeit des täglichen, immer gleichen Lebens auch die Potentiale für Kreativität freigibt.
Langeweile ist die Antriebsfeder für Kreativität. Wenn sie Kinder haben, werden Sie das öfter erleben: Ihr Kind langweilt sich. Wenn Sie nicht zu den Eltern gehören, die sich als Unterhalter für ihr Kind empfinden, wenn sie dem Kind nur ne Kiste mit Lego, oder Papier, Schere und Kleber hinstellen, dann werden sie merken, dass ihr Kind irgendwann seine Langeweile in etwas Kreatives verwandelt hat.
Man kann das aber nicht nur bei Kindern beobachten. Auch Erwachsene funktionieren so - wenn sie nicht alle ihre Kreativität mit blödem Konsum abtöten würden.

"Fernsehen soll blöd mache" - irgendein ein Kabarettist hat das mal von sich gegeben. Bei dem laufenden Programm ist das eindeutig mit "Ja" zu beantworten. In jedem Fall lohnt es sich, die Zeit, die man gewöhnlich vor der Glotze verbringt, mal abseits davon zu verwenden. Obwohl - als Schreibende verfalle ich manchmal dem Wahnsinn und meine,  ich könnte bei den im Fernsehen erzählten Geschichten irgendetwas für mich und mein Buch herausziehen.
Ne. Nicht einen Satz. Die Kreativität von Drehbuchschreibern hat offensichtlich auch ihre Grenzen. Ich ertrage diesen Schmonzens bald nicht mehr. Ewig das Gleiche, nur die Landschaften im Hintergrund ändern sich. Dabei werden diese Schmonzetten doch alle am gleichen Drehort gefilmt. Wenn es sich um einen Krimi handelt, dann ist der Täter ein Serienkiller (ganz böse. Ultra-Blutrünstig!), der passende Ermittler(in) eine hochgradig gestörte (aber geniale!) Persönlichkeit mit einem desolaten familiären Hintergrund. Mindestens alleinerziehend, mit ständig wechselnden Partnern. Oder aber drogenabhängig  und korrupt.
Sehr kreativ...

Mein derzeitiger kreativer Schub ist vor allem meinen veränderten Essgewohnheiten zuzuordnen. Mehr Gemüse, mehr Obst und weniger Süßes.
Das tut Hirn und Hüfte gut. Hoffen wir, dass es dem Fortgang meines neuen Buches auch gut tut!

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche!
Bis dahin, liebe Grüße, Sia

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