Montag, 28. Januar 2013

Brüderle, Sexismus, Herr Jauch und die Frauen.

Ich bin so müde.

Am Sonntag Abend habe ich mir Günnis Runde reingezogen. Eher zufällig bin ich beim zappen da gelandet. Welche illustre Gästeschar tummelte sich da! Günther Jauch diskutierte mit Thomas Osterkorn, Silvana Koch -Mehrin, Wibke Bruhns, Hellmuth Karasek, Anne Wizorek und Alice Schwarzer.
War ja klar, Frau Schwarzer musste dabei sein, schließlich ging es ja um Frauen und Sexismus.
Ihre Verdienste früherer Zeiten in allen Ehren. Aber ich ertrag die Frau nicht mehr in diesen Rede-Runden. Sie nervt. Nicht, weil sie dumme Sachen sagt, oh nein. Aber sie sagt so unendlich viel. Und so ohne Punkt und Komma. Sie monologisiert, anstatt zu diskutieren. Mich nervt das.

Was mich darüber hinaus so unendlich müde gemacht hat, war die Tatsache, dass diese Sexismus-Diskussion eine Diskussion ist, die wir in den 70igern. In den 80igern. Und in den 90igern endlos geführt haben.
Gut, in den 2000ern war es etwas anders, da lief die Mädchen-Fraktion der hirnlosen Püppis durch die Gegend. So blond und doof wie Paris Hilton.
Berufsziel vieler Mädels war ja auch nichts anderes, als "In einem sehr kurzen Rock Handtaschen von Prada über einem roten Teppich" tragen. Da nimmt man lächelnd die sexistischen Anträge der Männer entgegen, sonst kommt man ja zu nüscht. Egal wir alt, schmierig und hässlich der Knochen sein mag, der da sabbernd vor einem steht, Hauptsache er ist ne bekannte Nummer in den Medien und hat Kohle.

So und nun, dreizehn Jahre später, nach diversen Botoxparties, manch misslungener Operation und nachdem sich der frustrierende Alltag einer normalen Berufstätigkeit nicht vermeiden ließ, stellen diese Mädels nun fest, Frauen werden im beruflichen und privaten Alltag von Männern belästigt.
Ach.
Ein Aufschrei!
Ja. Mädels. So war es schon immer. Die Schmierlappen, die weder die Finger, noch die Augen von einem lassen konnten, gabs schon immer. Und die Sprücheklopfer.
Und die Reaktion selbstbewusster Frauen darauf gab es auch schon immer: In die Eier treten. Erst verbal, und wer es dann noch nicht gepeilt hat, der braucht eben eine mit der Handtasche. Sie darf auch gern von Prada sein ...

Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt. Dieser Spruch gilt besonders für Frauen. Lasst euch nicht einmachen Mädels. Die meisten Typen ziehen den Schwanz ein, wenn man ihnen damit droht, den Möchte-Gern-Umgang, den sie gern mit ihrem Geschlechtsteil hätten, zu veröffentlichen.

Und, liebe Männer: die meisten von euch sollten sich nicht angesprochen fühlen. Es sind immer so ein paar "besondere" Exemplare, die den guten Ruf versauen. Lasst euch nur nicht verunsichern. Die allermeisten Frauen können sehr gut zwischen einem netten Flirt und blöder sexistischer Anmache unterscheiden. Wenn ihr allerdings bei der Begrüßung der Kollegin ihren heißen Kaffee auf eurem Intimbereich wieder findet, dann solltet ihr noch mal über euren morgendlichen Gruß nachdenken ...

Herzliche Grüße, Ihre Sia

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Kommentare werden moderiert. Ich dulde keine sexistischen, diffamierenden oder beleidigende Kommentare.