Dienstag, 29. Januar 2013

Dazwischen

Man kann so schön "dazwischen" sein.

Meistens ist dieser Zustand eher unangenehm. Zwischen Baum und Borke, zwischen den Stühlen, zwischen Gut und Böse, es rinnt einem das Geld zwischen den Fingern hindurch ....
Suchen Sie mal, Sie werden viele Redewendungen mit "zwischen" finden.

Ich bin seit heute auch dazwischen.
Zwischen zwei Hosengrößen. Die einen zu klein, die anderen zu groß. Wenn einem der Gewichtsverlust ein Anliegen ist, dann ist das ein tolles Gefühl. Es geht etwas vorwärts! Man merkt tatsächlich, dass die Bemühungen Früchte tragen. Das passt zum Wetterumschwung. Die Temperaturen steigen und die Aussicht auf einen (körperlich) leichteren Frühling stellt sich ein.
Gestern haben die Vögel auf meiner Terrasse mit lautem Gezwitscher ihre Frühlingsgefühle bekanntgegeben. Herrje, was für ein Zwitscher-Terror!
Ich fühlte mich bemüßigt, mehrfach am Fenster zu stehen und mir anzusehen, was da draußen los ist.  Und fühlte mich "dazwischen".
Eigentlich brauche ich zum Arbeiten Ruhe. Aber dieses fröhliche Gezwitscher ließ mich nicht. Und zwischen schlechtem Gewissen, weil ich nicht am Schreibtisch sitze und arbeite,  und dem Gefühl der Vorfreude auf den Frühling,  habe ich mit meiner Kaffeetasse einfach so am Fenster gestanden und geguckt.

Dazwischen ist manchmal sehr schön!

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

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