Donnerstag, 24. Januar 2013

Konsequenzen

Alles im Leben hat Konsequenzen.
Konsequent zu sein, hat auch Konsequenzen.

Letztes Jahr hatte ich mir vorgenommen, konsequent alles an kosmetischen Produkten aufzubrauchen, bevor ich Nachschub kaufe. Ich habe das im Großen und Ganzen tatsächlich durchgehalten.
Letztlich habe ich natürlich immer noch Reste hier herumstehen. Das liegt aber an den speziellen Gegebenheiten. Manches verbraucht sich eben nicht so schnell. Noch immer fristen zwei Flaschen Bodylotion im Schrank ihr Dasein und warten darauf, endgültig geleert zu werden. Ich kaufe nie wieder Bodylotion. Das Zeug verbraucht sich bei mir einfach nicht.
Spezielle Seifen und Cremes sind restentleert. Von den meisten Dingen dieser Art werde ich mir nichts mehr zulegen und mein Vorsatz für dieses Jahr lautet auch: hebe Verbrauchsgüter dieser Art nicht auf, sondern verbrauche sie.
Das ist nämlich die Crux an der Sache. Ich bekomme etwas aus dem kosmetischen Verbrauchssektor geschenkt und freue mich so daran, dass ich es nicht verbrauchen möchte. Ich gestehe: ich gucke meine Schätze regelmäßig glücklich an und überlege, wann und zu welchem Anlass ich das Produkt verwenden kann. Nach ausgiebiger Überlegung stelle ich es dann (immer noch glücklich in der Erwartung "es" zu benutzen) wieder weg. Und dann steht es, und steht, und steht - und möglicherweise muss ich es dann entsorgen, weil es schlecht geworden ist.
Das soll mir zukünftig nicht mehr passieren und so werde ich weiterhin verbrauchen, bevor ich Neues anschaffe. Das ist konsequent.

Bei manchen Dingen im Leben ist es aber nicht gut, wenn man konsequent vorhandenes "verbrauchen" will.

Ich habe seit drei Wochen meine Ernährung umgestellt. Natürlich mit dem Ziel, überflüssige Pfunde loszuwerden. Und wenn ich das erfolgreich geschafft habe, werde ich konsequent meinen Kleiderschrank von allem beräumen, was nicht der aktuellen Größe entspricht. Auch wenn es noch nicht "verbraucht" ist.  Was dann zu groß ist, kommt weg.

Wäre ich nur vor drei Jahren so konsequent gewesen. Vielleicht hätte ich meine Gewichtszunahme besser in Griff gekriegt. Es ist schon ein Unterschied, ob man in den Laden muss, um sich eine Hosengröße größer zu kaufen, oder ob man einfach in den Schrank greift und dann die Jeans vom vergangenen Jahr herausholt.

Ich habe gestern begonnen. Zwei Hosen, in die ich nie wieder reinpassen will, habe ich entsorgt. Sie waren noch "gut", und einen Moment habe ich überlegt, ob ich sie in die Stoff-Restekiste zur weiteren Verwendung packe.  Aber ich habe mich dagegen entschieden. Das Risiko der Rückfälligkeit ist mir zu hoch.

Und einmal möchte ich konsequent sein und mich den möglichen Konsequenzen stellen: wenn ich dann wieder zunehme, habe ich nichts mehr anzuziehen.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

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