Freitag, 22. Februar 2013

Fingernägel

sind eine Sache für sich.

Ich habe Naturnägel. Mit allen Vor- und Nachteilen, die so Naturnägel mit sich bringen können. Der Vorteil ist, sie sind billig. Ich muss nicht alle drei bis vier Wochen zu einer Nageldesignerin und mir dort blaue, rote oder schwarze Trauerränder malen lassen. Wenn ich Trauerränder brauche, gehe ich in den Vorgarten und wühle ne Runde im Dreck. Danach sind die Nägel fertig.

Meine Fingernägel sind sehr speziell. Sie brechen gern ab.
Aus mir unerfindlichen Gründen habe ich das Talent dazu, mit meinen Fingerspitzen gegen Türen und Gegenstände jeglicher Art zu stoßen. Auch Wasser lieben meine Fingernägel. Ausgedehnte Bade- oder Duschorgien, oder anhaltende Putzaktionen (ohne Handschuhe) verzeihen mir meine Nägel nicht.
Sie brechen danach einfach ab. Meist an Stellen, die nicht zum abbrechen gedacht sind.
Gern auch an Tagen, an denen ich außer Haus Termine habe und dort als gepflegte Erscheinung auftreten möchte. Das ist dann hübsch, wenn man etwas unterschreiben soll, und die Hände mit abgeraspelten Fingernägel im Fokus der Aufmerksamkeit stehen.

Doch.  Es gibt Momente, in denen würde ich mich sofort für künstliche Fingernägel entscheiden.
Nicht, dass es nicht dabei auch Abbrüche geben würde. Ein abgelöster künstlicher Nagel sieht an einer Hand auch nicht besser aus, als ein natürlich abgebrochener. Der Unterschied liegt im Preis :-)

Bisher habe ich mich immer gegen Kunstnägel entschieden, weil ich dachte, ich komme mit ordentlicher Nagelpflege hin. Härtender Nagellack, Creme zur Unterstützung der Nagelhaut-Ernährung, feuchte Arbeiten im Haushalt mit Handschuhen (oder vermeiden), keine stundenlangen Waschorgien.

Es hilft nichts. Heute Morgen, aus heiterem Himmel ist mir mal wieder ein Nagel abgebrochen. Dabei waren die Nägel nicht lang. Aber ich kann mich erinnern, gestern Abend habe ich diesen Fingernagel scharf angeguckt. Das hat ihn wohl innerlich gebrochen.

Vielleicht sollte ich meine Aversionen, die ich gegen Nagelstudios habe, überdenken. Manche Besucherinnen sagen, es ist wie beim Friseur. Man ratscht und tratscht und ist nachher um ein paar Euros ärmer, aber hatte gute Unterhaltung. Das ist natürlich auf jeden Fall ein Grund für mich, die Sache doch wieder ad acta zu legen.
Ich mag Friseurbesuche nicht. Und wenn es schon sein muss, dann will ich bestimmt nicht reden, sondern meine Ruhe.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen ruhigen Freitag und einen guten Start ins Wochenende,
Ihre Sia.

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