Donnerstag, 21. Februar 2013

Nackt.

Ich fühle mich nackt. Obwohl ich bekleidet bin.

Die gefühlte Nacktheit hängt unmittelbar mit meinem Ehering zusammen. Ich habe ihn abgelegt. Ganz gegen meine Gewohnheit, und ohne Hintergedanken. Es hatte rein praktische Gründe, ich hatte Angst, meinen Ring zu zerstören.

Einen Ring, sie zu knechten -

Mein Sohn liest gerade Herr der Ringe, die Gefährten. Nachmittags und am Wochenende hören wir seit ungefähr zwei Wochen ununterbrochen Harry Potter. Ich mag Harry Potter und ich mag Hörbücher. Aber auf die Dauer ist es ermüdend und anstrengend. Mein Mann und ich dürfen nicht sprechen. Wir dürfen keinen Lärm machen. Mein Sohn hat das Wohnzimmer sozusagen besetzt. (Dummerweise läuft die CD nicht auf seinem eigenen CD Spieler ...)

Einen Ring, sie zu finden -

Ich ziehe mich dann ins Arbeitszimmer zurück, und stelle fest, dass ich in diesem Raum und an diesem Schreibtisch zwar ohne weiteres bloggen, aber nicht schriftstellern kann. Aus welchem Grund auch immer. Mir fällt nichts ein und ich fühle mich eingeengt. Meine Inspiration versiegt, sobald ich an meinem Schreibtisch sitze.

Einen Ring, sie ins Dunkel zu treiben -

Gestern habe ich mich schon in den obersten Raum verzogen, den das Haus zu bieten hat. Gut, gestern war sowieso alles krank an mir. Heute ist das besser. Aber auch wenn ich ganz oben sitze, schallt Harry Potter durchs Haus. Die Bücher sind übrigens von Rufus Beck gelesen. Genial. Ich bin schwer beeindruckt von seiner Fähigkeit, den verschiedenen Personen Leben zu verleihen. Aber ich hoffe sehr, dass er nicht den Herrn der Ringe gelesen hat. Sonst steht mir Schlimmes bevor. 

und ewig zu binden.

Also. Ich ziehe dann mal meinen Ring wieder an, damit ich mich wieder so angezogen fühle, wie ich bin und gehe frühstücken. Dazu bin ich nämlich bisher noch nicht gekommen.
Liebe Grüße, Sia

P.S. Bei mir scheint die Sonne!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Kommentare werden moderiert. Ich dulde keine sexistischen, diffamierenden oder beleidigende Kommentare.