Freitag, 1. Februar 2013

Zwischen Pest und Cholera

Wenn Sie sich zwischen diesen beiden Krankheiten entscheiden müssten, welche würden Sie wählen?
Ich würde keine wählen und beide kriegen. Hintereinander ...

Krankheiten sind übel. Man vergisst das allzu leicht. Ich meine jetzt nicht die sehr ernsthaften, lebensbedrohenden Erkrankungen, wie Krebs oder dergleichen. Ich rede vom alltäglichen Rotz, den Ohrenschmerzen, Zahnschmerzen - all diese Dinge, die einem mal eben von einem Moment auf den anderen zeigen, wer der Herr im Körper ist.

Seit drei Tagen schlage ich mich mit einer Magen-Darm-Infektion herum. Am Mittwoch bin ich regelrecht kollabiert. Ich kenn das ja, wenn meine Galle so richtig zuschlägt. Erst die Schweißausbrüche, ich reiße mir alle Klamotten vom Leib und suche auf der Toilette die Erleichterung. Wenn ich Glück habe, klappt das. Wenn nicht, quäle ich mich noch ein paar Stunden. Irgendwann setzt der Schüttelfrost ein. Und mir geht es so richtig dreckig. So, dass ich mich zwischen Leben und Sterben fühle. Es geht nichts mehr. Das ist wie das Gefühl im Kreißsaal: Scheißegal, was um einen herum passiert - man kann nichts mehr kontrollieren. Der Körper macht etwas mit einem, was außerhalb jeglicher persönlicher Kontrolle ist. Und jeder Versuch, sich der Kontrolle wieder zu bemächtigen, scheitert und bindet die Energien, die man bräuchte, um die Situation auszuhalten.

Es gibt nichts, was sich so gut anfühlt, wie ein gesunder Körper. Leider merken wir das immer erst, wenn wir Schmerzen erfahren, bzw. wenn diese Schmerzen wieder nachlassen. Das Dumme daran ist, das man einen gesunden Körper "nicht fühlt". Er existiert, man geht mit ihm um. Meistens nicht pfleglich. Aber wehe, er schmerzt! Dann jammert man. Wie pervers ist das?

Tun Sie an diesem Wochenende etwas für Ihren Körper. Gönnen Sie ihm eine Massage oder ein Entspannungsbad. Einen langen Spaziergang. Leichte Kost. Etwas Sport. Tun Sie irgendetwas, dass Ihnen und Ihrer menschlichen Hülle gut tut. Das verhindert sicher nicht die nächste Erkrankung. Aber es hilft dabei, sie besser zu überstehen.

Bis dahin, liebe Grüße, Sia

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Kommentare werden moderiert. Ich dulde keine sexistischen, diffamierenden oder beleidigende Kommentare.