Freitag, 12. April 2013

Ich bin heute morgen aufgewacht und wusste:

dieser Tag ist nicht deiner.

Was soll ich sagen? Bisher hat es sich bestätigt. RR ins Nirwana abgerauscht, die Waage zeigt viel mehr an, als sie dürfte, meine Haut ist völlig gestresst und sieht entsprechend aus. Weitere Baustellen, die gerade noch meine Wege kreuzen, lasse ich mal außen vor.

An solchen Tagen dauert es etwas, bis ich mein Selbstmitleid verarbeitet habe. Heute hat mir dabei die Trennung der Pochers geholfen. Nach vier Jahren Beziehung, zweieinhalb Jahren Ehe und drei Kindern ist alles aus.

Wenn ich darüber nachdenke, dann frage ich mich, was war "alles"?
Also, was bleibt, wenn man den Sex abzieht? Offensichtlich nicht genug, um eine Beziehung aufrechtzuerhalten. Noch nicht mal genug, um mit dem Kerl, von dem man drei Kinder hat, in einem Land zu leben.
Wahrscheinlich hat er sehr viel außer Haus gearbeitet und sie war de facto alleinerziehend. Mit drei kleinen Kindern, davon ein Zwillingspärchen. Halleluja! Ich kann ich mir gut vorstellen, dass da zwei Leben plötzlich in zwei Richtungen gelaufen sind. Die Frage ist, warum sie nicht die Geduld miteinander aufbringen konnten, dieses stressige Jahr vielleicht zusammen durchzuhalten. So ist das nämlich in der Ehe: es gibt gute und weniger gute Zeiten. Und beides sollte man aushalten können.

Es ist manchmal so viel einfacher, etwas zu beenden, als weiterzumachen. Und wenn ich diesen Satz schreibe, dann ist es, als ob ich das nicht über eine Paar-Beziehung, sondern über meine Buchschreiberei sage.

So ist das. Dieser Tag wird einfach nicht mein Freund. Kein Wunder bei dem Wetter.

Liebe Grüße, Sia

P.S. Dieser Blog-Eintrag ist ein Regenwetter-Depressions-Eintrag. Die Haltbarkeit ist sehr kurz. Hoffe ich.

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