Sonntag, 7. Juli 2013

Leben und leben lassen.

Manchmal denke ich, es gibt ne Menge staatliche Stellen, die einen erheblichen "Sockenschuss" haben. Da darf das Kultusministerium in NRW tatsächlich entscheiden, welche Filme zur Vorführung an Feiertagen geeignet und gestattet sind, und welche nicht. "Das Leben des Brian" ist es offensichtlich nicht. Lesen Sie den Artikel und wundern Sie sich mit mir: Süddeutsche Zeitung

Drängende Fragen stellen sich mir. Wie viele Menschen waren an der Erstellung dieser Liste "der zur Vorführung an hohen (christlichen) Feiertagen ungeeigneten Filme" beteiligt? Welche Qualifikation braucht man, um so etwas zu entscheiden? Muss man Katholisch sein? Oder reicht es, wenn man getauft ist? Wurden kirchliche Würdenträger dazu befragt? Darf man am Karfreitag Pornos zeigen? Oder nur solche, in denen keine Kreuze, Nonnen oder Priester mitspielen?
Was hat der Einsatz von Verwaltungskräften für die Erstellung dieser Liste gekostet? Oder hat man die Arbeit daran gleich "outgesourced", dem Vatikan überlassen und dankbar den vorgefertigten Film-Index übernommen? Wer hat den Bußgeldbescheid erstellt? Hat man keine anderen Probleme im Bildungsbereich in NRW?
Und: gibt es keine andere Möglichkeit für eine Stadtverwaltung und ein Kultusministerium um sich lächerlich zu machen?

In diesem Sinne: Always look on the bright side of life!

Ihre Sia


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