Dienstag, 6. August 2013

Sommerloch

Es muss das politische Sommerloch sein, dass die Grünen zu einem solchen Ansatz treibt: "Grüne wollen fleischlosen Tag in der Kantine."

Wie einfach muss das Leben sein, damit man sich darüber Gedanken macht? Oder anders rum: gibt es keine aktuelleren Probleme in dieser Republik? Verschonen Sie mich mit dem Geschwätz des weltweiten Ansatzes und das jedes Rind soundsoviel Wasser und Heu kostet.
Wenn ich mich umschaue, dann frage ich mich immer: warum hat noch nie jemand ausgerechnet, wie viel Wasser, Düngemittel und Strom die Produktion von fleischlosen Nahrungsmitteln kostet? Denn es ist ja nicht so, als ob alle Vegetarier oder Veganer wirklich grundsätzlich auf den Geschmack von Fleisch oder ein ähnliches Geschmackserlebnis wie Fleisch verzichten wollten. Es sei ihnen gegönnt. Sollen sie ihre Tofuwürstchen essen. Aber die Produktion dieser Lebensmittel kostet genauso Ressourcen, wie die Produktion von Fleisch.
Das man möglicherweise den Fleisch-Geschmack nicht mag - okay. Das man sich aus ethischen Gründen verpflichtet fühlt darauf zu verzichten- okay. Aber das möchte ich bitte selbst entscheiden. Auch, wann und wie viel Fleisch ich esse. Ein Kantinentag vorzubestimmen, an dem es kein Fleisch geben darf, ist Schwachsinn.
Ich esse übrigens mehrheitlich vegetarisch. Nur zwischendurch habe ich "Wurstphasen", da brauche ich Fleisch. Nicht auszudenken, wenn ich ausgerechnet am Veggie-Day eine dieser Phasen hätte. Keine schöne Vorstellung. Ich sehe schon die Schlagzeile in der Zeitung mit den dicken Buchstaben: "Zwangsvegetarierin beißt Kantinenkoch."

Eine schöne Woche wünsche ich Ihnen, Ihre Sia

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